Eine Grippe ist mehr als ein harmloser Schnupfen: Fieber, Gliederschmerzen und starker Husten können einen mitunter fĂŒr eine ganze Woche - oder noch lĂ€nger - ins Bett schicken.Â
FĂŒr manche Menschen kann eine Infektion mit Influenza sogar lebensgefĂ€hrlich werden. Ihnen drohen schwere VerlĂ€ufe. So kann eine Grippe als Komplikation eine LungenentzĂŒndung im GepĂ€ck haben. Menschen mit erhöhtem Risiko können sich davor schĂŒtzen - mit einem Piks. FĂŒnf Fragen, fĂŒnf Antworten.Â
1. FĂŒr wen ist die Grippenschutzimpfung sinnvoll?Â
Die StÀndige Impfkommission (Stiko) des Robert Koch-Instituts (RKI) empfiehlt die jÀhrliche Grippeschutzimpfung diesen Personengruppen:
- Allen ab 60 Jahren. Im Alter wird das Immunsystem schwĂ€cher, was das Risiko fĂŒr schwere KrankheitsverlĂ€ufe erhöht. Laut RKI betreffen die meisten TodesfĂ€lle durch Grippe diese Altersgruppe.
- Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen. Dazu zÀhlen laut Stiko unter anderem Erkrankungen des Herzens, der Leber oder der Nieren, aber auch Diabetes, ImmunschwÀchen oder neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose.
- Schwangeren ab dem zweiten Trimester. Liegt eine Vorerkrankung vor, rĂ€t die Stiko schon im ersten Trimester zur Impfung.Â
- Menschen, die in Alters- oder Pflegeheimen leben.
- Menschen, die im engen Kontakt mit Risikopersonen stehen, etwa weil sie mit ihnen im selben Haushalt leben oder sie betreuen. Ihre Impfung dient vor allem auch dem Schutz der Risikopersonen.Â
- Menschen mit einem «erhöhten beruflichen Risiko», wie das RKI es nennt. Das besteht zum Beispiel, wenn man im Gesundheitswesen arbeitet oder in einer Einrichtung mit viel Publikumsverkehr.Â
- Menschen, die beruflich oder privat regelmĂ€Ăig direkten Kontakt mit Schweinen, GeflĂŒgel, Wildvögeln und Robben haben.Â
Bei gesunden Kindern und Erwachsenen unter 60 Jahren verlĂ€uft die Grippe in aller Regel ohne schwerwiegende Komplikationen. Auch sie können sich aber fĂŒr eine Impfung entscheiden, die Stiko rĂ€t ihnen nicht davon ab. Wer sich unsicher ist, sucht am besten das GesprĂ€ch mit Hausarzt oder HausĂ€rztin.Â
2. Wo bekomme ich die Impfung?Â
Hausarzt, GynĂ€kologin, Kinderarzt, BetriebsĂ€rztin: Sie alle impfen gegen Grippe. Auch Apotheken können Grippeschutzimpfungen anbieten. Ăber das Portal «apoguide.de» lĂ€sst sich gezielt nach Apotheken in der NĂ€he suchen, bei denen das möglich ist.Â
3. Wann ist der beste Zeitpunkt, um sich impfen zu lassen?Â
Grippeviren zirkulieren ab Anfang Oktober in der Bevölkerung, dann beginnt laut Robert Koch-Institut (RKI) die Grippesaison. Im Verlauf der Saison folgt dann die Grippewelle: Die jĂ€hrliche Grippewelle hat laut RKI in den vergangenen Jahren rund um den Jahreswechsel begonnen und drei bis vier Monate angedauert.Â
Experten raten, sich zwischen Anfang Oktober bis Mitte Dezember impfen zu lassen. Wer das versĂ€umt hat, kann zu Beginn der Grippewelle den Piks noch nachholen. VollstĂ€ndiger Impfschutz besteht nicht direkt - er baut sich innerhalb von 10 bis 14 Tagen auf.Â
4. TrĂ€gt die Krankenkasse die Kosten?Â
Fallen sie unter die Impfempfehlung der Stiko, bekommen gesetzlich Versicherte die Impfung von ihrer Krankenkasse bezahlt.Â
Privat Versicherte werfen am besten einen Blick in ihre Tarifbedingungen. Dem PKV-Serviceportal zufolge folgen aber viele private Versicherer den Empfehlungen der Stiko und tragen die Kosten, wenn ein medizinischer Grund vorliegt.Â
5. Wie kann ich mich noch vor der Grippe schĂŒtzen?Â
GrĂŒndliches und regelmĂ€Ăiges HĂ€ndewaschen schĂŒtzt vor Infektionen mit Grippeviren (und auch anderen Krankheitserregern). Das Portal «infektionsschutz.de» des Bundesinstituts fĂŒr Ăffentliche Gesundheit (BIĂG) rĂ€t zudem, möglichst selten SchleimhĂ€ute von Augen, Mund und Nase mit den HĂ€nden zu berĂŒhren. Ebenfalls hilfreich: Abstand zu niesenden und hustenden Personen halten.



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